Das Cembalo

… hatte seine Blütezeit in der Renaissance- und Barockepoche vom 15. bis zum 18. Jahrhundert und besticht durch seinen hellen, silbrigen Klang.

Anders als beim Klavier werden die Saiten nicht mit Hämmerchen angeschlagen, sondern mit sogenannten Kielen angerissen, sodass man das Cembalo in dieser Hinsicht auch als `Zupfinstrument mit Tasten´ bezeichnen könnte.

Grundsätzlich können auf einem Cembalo alle Musikstile gespielt werden. Die instrumentenbezogene Literatur umfasst klassische Werke aus dem 16. – 18. Jh., aber auch aus der zeitgenössischen Musik.

Mit dem Cembalospielen kann man bereits im Grundschulalter beginnen, ein späterer Beginn ist natürlich auch kein Problem.

Ein Cembalo ist jedoch nicht nur ein Soloinstrument, sondern spielt ebenso eine wichtige Rolle im Orchester und in Ensembles. Neben dem Spiel nach Noten stellt in begleitender Funktion das sogenannte Generalbass-Spiel eine Herausforderung dar: Über einer notierten Bass-Stimme bietet die in Zahlen vorgegebene Akkordsymbolik – tiefergehende Kenntnisse der Harmonielehre vorausgesetzt – auch Freiraum zur eigenen Ausgestaltung.

Da die Lautstärke der Töne des Cembalos durch mehr oder weniger festen Anschlag nicht verändert werden kann (wie z.B. beim Klavier oder anderen Zupfinstrumenten), ist dynamisches Spiel durch lauter und leiser werden auf dem Cembalo nicht möglich.

So wird die musikalische Gestaltung vielmehr durch Artikulation und Agogik bestimmt: Töne können z.B. gekürzt, gehalten oder verziert werden, Akkorde arpeggiert, musikalische Passagen im Sinne einer gefühlvollen Phrasierung beschleunigt oder verlangsamt werden.

Ein wunderschönes Beispiel hierzu:
Die Interpretation des Renaissancestücks „My Lady Carey´s Dompe“, gespielt von unserer Cembalolehrerin: